Liebe Mitglieder,
wir möchten Sie heute über eine Entwicklung informieren, die uns als Waldbesitzer direkt betrifft: die neue EU-Verordnung gegen Entwaldung, kurz EUDR.
Das Ziel der EU ist gut: Sie will verhindern, dass Holz oder andere Produkte in die EU kommen, für die woanders auf der Welt Wälder gerodet wurden. Das unterstützen wir.
Leider hat die EU diese Verordnung so geschrieben, dass sie auch uns in Bayern vor große Probleme stellt, obwohl wir unsere Wälder seit Generationen nachhaltig bewirtschaften.
Was uns erwartet – der Kern des Problems
Das Gesetz tritt am 30. Dezember 2025 in Kraft. Ab diesem Tag müssen wir jeden Stamm, den wir verkaufen, digital melden. Wir müssen genau angeben, woher das Holz kommt – und zwar mit GPS-Koordinaten. Das ist eine Menge Bürokratie, die uns viel Zeit und Geld kosten wird.
Dazu kommt: Die EU hat sich entschieden, keine Ausnahmen für Länder wie Deutschland zu machen, die nachweislich keine Entwaldung haben. Wir werden also behandelt wie Länder mit massiven Abholzungen.
Die Folgen für uns sind gravierend:
- Viel Papierkram: Sie müssen für jedes Stück Holz umfangreiche Nachweise führen. Das kostet Zeit, die Sie lieber im Wald verbringen würden.
- Hohe Kosten: Es wird geschätzt, dass dieser Aufwand pro Festmeter Holz mit zusätzlichen Kosten verbunden sein wird. Das ist eine finanzielle Last, die unsere Einnahmen schmälert.
- Gefahr für den Kleinprivatwald: Diese Regeln machen es kleinen Betrieben schwer, weiterzumachen. Es hat den Anschein, als würden wir Waldbesitzer aus dem Markt gedrängt.
Unsere Botschaft ist klar:
Wir wollen unsere Wälder nachhaltig pflegen und weitergeben. Dieses Gesetz in seiner jetzigen Form behindert uns dabei.
Wir haben bereits Kontakt zu Politikern im Bundestag und im Europaparlament aufgenommen. Jetzt ist es wichtig, dass auch Sie aktiv werden. Je mehr von uns sich melden, desto ernster wird unser Anliegen genommen.
Informieren Sie sich, sprechen Sie mit anderen Waldbesitzern und schreiben Sie, wenn möglich, auch selbst an die Politiker. Ein Musterschreiben finden Sie durch unseren Newsletter erhalten oder auf Anfrage bei der Geschäftsstelle.
Sollten Sie den Newsletter s’Waldblättle noch nicht bekommen melden Sie sich bei uns (telefonisch oder per Mail) in der Geschäftsstelle an.
Es ist wichtig, dass wir jetzt gemeinsam unsere Stimme erheben.